Die chronische Gastritis ist ein heterogenes Krankheitsbild, bei der die klinisch - endoskopische und mikroskopische Beurteilung nicht immer kongruent ist. Die histologische Diagnose und Klassifikation einer Gastritis richtet sich nach dem vorhandenen zellulären Infiltrat, dem Verteilungsmuster im Magen sowie zusätzlichen degenerativen und regenerativen Schleimhautveränderungen.
Die genannten Kriterien führen zunächst zu einer deskriptiven Diagnose, die jedoch oft auch eine ätiologische Zuordnung erlaubt.
Der histologische Teil der 1990 erarbeiteten Sydney-Klassifikation setzt sich aus 3 Gruppen von Einzelmerkmalen zusammen:
1. Topographie:
Antrum-, Korpus-, Pangastritis
2. Mikroskopische Kriterien:
a) graduierbar auf einer Skala von 1-3 (oder gering, mäßig, schwer)
b) zusätzliche zu beschreibene Merkmale wie:
3. Ätiopathogenese:
H. pylori, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
© by Dres. Anders/Debold 2001-2012