Prostatakarzinom
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Die histologische Bestimmung des Malignitätsgrades ("Grading") ist neben dem Ausbreitungsstadium,
repräsentiert durch die TNM-Klassifikation, ein wichtiger prognostischer Parameter eines Tumorleidens.
Für das Prostatakarzinom sind drei verschiedene Grading-Systeme gebräuchlich:
1. Das Grading-System nach WHO (Mostofi).
2. Das Grading-System nach Gleason.
3. Das Grading-System des "Pathologisch-Urologischen Arbeitskreises Prostatakarzinom"
Vor allem die beiden letzten Verfahren werden heute in Europa angewendet und auch von uns praktiziert,
so dass sie im folgenden kurz dargestellt werden sollen.
Grading nach Gleason
Bei diesem Verfahren wird dem häufigen Vorkommen eines überwiegenden "primären" Wachstumsmusters und eines weiteren "sekundären" Wachstumsmusters beim Prostatakarzinom Rechnung getragen. Beide Differenzierungsvarianten werden hinsichtlich ihrer Ausreifung auf einer Skala von 1-5 graduiert und schließlich addiert. Daraus ergibt sich ein 9-stufiger Score (2-10), wobei der Grad 2 den niedrigsten und der Grad 10 den höchsten Malignitätsgrad kennzeichnet.
Grading des "Pathologisch-Urologischen Arbeitskreises Prostatakarzinom"
Dieses Grading berücksichtigt einerseits verschiedene histologische Differenzierungsmuster, die
mit Punkten versehen werden:
- Hochdifferenziertes glanduläres Karzinom - 0
- Wenig differenziertes glanduläres Karzinom - 1
- Kribriformes Karzinom - 2
- Solides Karzinom - 3
Weiterhin wird der Grad der Kernatypie (gering, mäßig, stark) beurteilt und mit 0, 1 oder 2 Punkten bewertet. In der Addition beider Kriterien ergeben sich folgende Malignitätsgrade:
| Punkte |
0 |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
| Malignitätsgrad |
Ia |
Ib |
IIa |
IIb |
IIIa |
IIIb |
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